Liedgut aus dem Erzgebirge


Die Geschichte des Liedes unserer Heimat reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Uns soll es Aufgabe sein, diese einmaligen Erzgebirgslieder, in der ganz eigenen Mundart, am Leben zu erhalten. Die Traditionen des Erzgebirges, seien es Schnitzen, Klöppeln, oder der Bergbau, sind es wert, nicht vergessen zu werden. Eben diese Traditionen sind es, die sich auch in den Liedern unserer Heimat widerspiegeln. Uns soll es Aufgabe sein, diese Folklore zu bewahren und vielleicht sogar anderen etwas näher zu bringen. Längst vergessene Lieder, nicht immer sofort verständlich und manchmal noch viel schwerer musikalisch zu interpretieren, wollen wir in unserer Heimat weiterleben lassen.

Durch den Erzbergbau, beginnend im 12. Jahrhundert, traf sich in unseren Breiten, zwischen Sachsen und Böhmen, eine Vielzahl von Bergarbeitern aus dem Harz, dem Böhmer- sowie Thüringer Wald, aus Franken und sogar aus der Steiermark. Sie brachten natürlich ihre regionalen Brauchtümer mit. Nach gefahrener Schicht unter Tage, saß man am Feierabend noch in geselliger Runde und sang, schnitzte, oder klöppelte in der Gemeinschaft. Schon damals pflegten die Bergleute das "wackere Singen der Bergreihen", denn sie konnten auch während der Schicht unter Tage nicht schweigen. Durch die ständige Sangespraxis entstand ein reichhaltiger Kanon an volkstümlichen Weisen, die fast alle bis in die heutige Zeit überliefert wurden. Viele Lieder wurden unter anderem von Anton Günther, Christian Gottlieb Wild, Hans Soph, Rudolf Krauß oder Amalie von Elterlein, um nur einige der bedeutendsten Mundartdichter zu nennen, geschrieben.

Eine enorme Anzahl von Liedern in erzgebirgischer Mundart beschreibt das tägliche Leben der Arbeiter. Sie handeln von Freud und Leid, drehen sich um die Liebe, die Natur oder den Jahreslauf. Ein gern gewähltes Thema stellt ebenfalls die tiefen Heimatliebe dar. Ihr Ausdruck verleihen, war vielen Musikern ein großes Bedürfnis. Nicht zu vergessen, ist die Vielzahl wunderschöner Lieder zur Weihnachtszeit. Neben den traditionellen biblischen Szenen spiegeln die ergebirgischen Weihnachtslieder aber immer auch die typischen weihnachtlichen Bräuche der Region, so zum Beispiel das "Mannel schnitzen". Das die Bewohner des Erzgebirges schon immer sehr feierfreudige Mitmenschen waren, davon zeugen Scherz- und Tanzlieder, sowie sogenannte Tschumperlieder.

Wie schon erwähnt, gingen die meisten künstlerischen Bewegungen mit dem Bergbau einher. Man könnte sogar sagen, dass ihm eine wahre Blütezeit in vielen Bereichen folgte. Doch als dieser nicht mehr genügend Erträge einbrachte, versuchten die fleißigen Erzgebirgler, ihren Lebensunterhalt mit den verschiedensten Arten der Holzverarbeitung zu bestreiten. Es wurde geschnitzt und gedrechselt, um Räuchermänner und Nussknacker herzustellen, die Reifendreherei entstand und Pyramiden, sowie Bergmann und Engel fanden hier ihren Ursprung. All dies gemeinsam wurde nach und nach zum festen Erkennungszeichen des Erzgebirges. Im weiteren Verlauf der Geschichte traten diese Bräuche und Traditionen manchmal etwas in den Hintergrund. Vergessen wurde dieses wertvolle Kulturgut allerdings nie. Uns muss es Verpflichtung sein möglichst vielen Zuhörern dieses einmalige Erbe an erzgebirgischen Mundartliedern näher zu bringen und wir hoffen, dass auch nachfolgende Generationen den "Vugelbeerbaam" noch gern singen werden.

Zur Zeit im (Weihnachts-)Programm:

„De Ufenbank“
„O selige Weihnachtszeit“
„Weihnachten is stille Nacht“


Oldies


Wer kennt es nicht? Sie schalten das Radio an und hören einen altbekannten Song, den Sie sofort mitsingen. Uns geht es da nicht anders und immer wieder stellen wir fest, dass ihr Singen nicht nur viel Spaß macht, sondern dass die Lieder von Elvis Presley, den Beatles oder Louis Armstrong nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Deshalb sind auch sie zahlreich in unserem Programm vertreten.
Oldies, Hits und Evergreens- man schaltet das Radio an und fühlt erinnert sich an schöne Momente, und- man will mitsingen! Uns geht es dabei nicht anders und deshalb haben wir jedes Jahr eine Vielzahl von weltbekannten Oldies im Programm.

Aktuell im Programm:

"Tears in Heaven"
"For the longest Time"
"Leaving on a Jet plane"
"Thank you for the Music"
"Let it be"


Deutsche Lieder


Man hört ein Lied im Radio, findet es schön, will mitsingen - aber man versteht den Text nicht, weil das Lied auf Englisch gesungen wird. Und um Ihnen dieses Erlebnis zumindest teilweise in unseren Konzerten zu ersparen, widmen wir uns ausgiebig der deutschsprachigen Chorliteratur. Vom Volkslied über Musik im Stile der Goldenen Zwanziger Jahre bis hin zu aktueller poppiger a cappella Literatur bringen wir jedes Lied zum klingen!

Auf Deutsch singen wir:

"Pakplatzregen"
"Wochenend und Sonnenschein"
"s' Heidenröslein"
"Der Mond ist aufgegangen"


Gospel


Ein weiteres gern gehörtes Genre aus unserem Repertoire, ist der Gospel. Gospelgesang hat eine lange Tradition mit Wurzeln, die bis in die schwarzen Sklavensiedlungen Nordamerikas zurückreichen. In den Liedern stehen Motive des christlichen Glaubens im Mittelpunkt. Auch für uns ist es bei diesen Songs immer wieder erstaunlich, wie mitreißend und energiegeladen man dabei singen kann! Und auch deswegen singen wir Gospel!

Gegospelt wird aktuell bei:

"I will follow Him"
"Hail Holy Queen"
"Nobody knows the Trouble I've seen"
"Certn'ly Lord"


Musical und Film


Das Musical, ist mit seinen knapp über 100 Jahren eine relativ junge musikalische Gattung. Trotzdem hat es seit seiner Entstehung am Broadway in New York eine beispiellose Karriere hingelegt. Komponisten wie Leonard Bernstein (West Side Story) und Andrew Lloyd Webber (Cats) sind wohl jedem ein Begriff.
Doch auch Filmsongs gefallen uns, und so stellt für uns die Erarbeitung von Musical- und Filmsongs immer eine große Herausforderung dar und ihre Darbietung zählt zu den Höhepunkten in unserem Programm.

Von Bühne und Leinwand singen wir zur Zeit:

"Can you feel the love tonight"
"Memory"
"I know him so well"